Flora

Die Vegetation in Kenia ist eine ganz besondere: Durch das breit gefächerte Klima, von Wüste bis Dschungel, ist eine Vielfalt an Pflanzen entstanden, die ihresgleichen sucht. Dabei sind die über 11 000 Pflanzenarten, die registriert sind, über das Jahr hinweg zu bestaunen. Vor allem in Parks und bei den Hotels bieten sich Gelegenheiten dazu, denn durch den ständigen Wassermangel müssen die Pflanzen und Gärten künstlich bewässert werden. Viele Gewächse stammen allerdings häufig vom Import aus China, Europa oder Südamerika.

In freier Wildbahn ist der Artenreichtum nicht weniger, doch bietet sich dort keine vergleichbare farbliche Vielfalt, da die Pflanzen wegen der hohen Sonneneinstrahlung mit Schutzmechanismen, wie dicken Stämmen oder wachsartigen Schutzschichten, ausgestattet sind. In den wenigen Gebieten, in denen noch Regenwald besteht, wachsen die sogenannten Baumriesen auf über 60 Meter Höhe. Mit ihren Baumkronen überdecken sie den Boden und lassen nur wenige Sonnenstrahlen hindurch.

Mit ihnen sind sogenannte Epiphyten entstanden, also Gewächse, die sich durch andere Pflanzen entwickeln. Über 500 Baumarten und weitere 800 Sorten verschiedener Holzgewächse haben sich so entwickelt. In den Hochland- und Bergwäldern ist aufgrund der Niederschläge Bergbambus zu finden, der über 2000 mm an Niederschlägen zum Wachsen benötigt.